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Vor wenigen Jahren startete in Deutschland erstmals ein neuer Mobilfunkstandard mit der Bezeichnung Universal Mobile Telecommunications System – kurz: UMTS. Die neue Technik soll seitdem sukzessiv den bisherigen Standard GSM ablösen. Gegenüber diesem kann UMTS insbesondere durch eine Eigenschaft klare Vorteile aufweisen: Die Übertragung von Datenpaketen ist unter Nutzung der neuen Technik mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten möglich. Während GSM unter Zuhilfenahme des Datendienstes GPRS max. 53,6 Kbit/s im Downloadbereich bewältigen kann, war UMTS bereits in seiner Grundform, wie sie die Netzbetreiber nach dem Launch anboten, mit 384 Kbit/s deutlich zügiger.
Seitdem wurde die Technik mehreren Upgrades unterzogen, um die Stabilität und die Übertragungsraten weiter zu erhöhen. Dank HSDPA erreichen UMTS-Verbindungen aktuell – je nach Standort und Netzanbieter – sogar bis zu 7,2 Mbit/s beim Downstream. Zum Vergleich: Die in der Bundesrepublik am weitesten verbreiteten DSL-Anschlüsse erreichen maximal zwischen 2 und 6 Mbit/s.
Während zu GSM-Zeiten überwiegend Geschäftskunden, die auch unterwegs nicht auf die Möglichkeiten des E-Mail-Verkehrs etc. verzichten wollten, das per GPRS-Verbindung realisierte mobile Internet nutzten, hat sich diese Situation innerhalb der letzten Jahre teils drastisch verschoben. Dank (vornehmlich in Bezug auf DSL) konkurrenzfähiger Geschwindigkeiten und sinkender Preise ist Internet via UMTS mittlerweile zu einer echten Alternative für viele Nutzer geworden. Neben der gewöhnlichen Verwendung mit einem Desktop-PC oder insbesondere einem Notebook greifen viele Kunden beispielsweise auch auf die Möglichkeiten zurück, die ihnen aktuelle UMTS-Handys bieten: Viele sind bereits vorab mit einem komfortabel zu bedienenden Internetbrowser ausgerüstet, sodass – einen passenden Tarif vorausgesetzt – dem mobilen und handlichen Surfen nichts mehr im Wege steht.
Dieses Potenzial haben viele verschiedene Mobilfunkunternehmen erkannt und sind in das – häufig extrem lukrative – Geschäft mit den mobilen Datenverbindungen eingestiegen. Allen voran wird dabei Vodafone D2 als Pionier unter den UMTS-Dienstleistern genannt. Das Düsseldorfer Unternehmen verfügt derzeit über das am weitesten ausgebaute Netz und kann in vielen Städten bereits HSDPA mit Downloadraten von bis zu 7,2 Mbit/s anbieten. Diese Qualität erkaufen sich Vodafone-Kunden jedoch häufig durch vergleichsweise hohe Nutzungspreise.
Eine ähnliche Situation gestaltet sich beim Marktführer T-Mobile. Auch hier wird viel Wert auf die Qualität gelegt – ähnlich wie Konkurrent Vodafone können die Bonner laut eigenen Angaben bis zu 80% aller deutschen Haushalte mit der Hochgeschwindigkeitstechnik versorgen. Das Preisniveau befindet sich allerdings auch hier auf einer höheren Ebene.
Ganz anders die Netzbetreiber O2, E-Plus, sowie eine Vielzahl verschiedenster Service-Provider: Während Flatrate-Tarife für unbegrenztes Surfen hier bereits oft für Preise um 25 € pro Monat bezogen werden können, muss der Kunde gleichzeitig mit häufigeren Geschwindigkeitseinbußen rechnen.
Für sämtliche Anbieter gilt dabei: die UMTS-Tarife sind in der Regel in zwei verschiedenen Varianten verfügbar. Auf der einen Seite können vollwertige Tarife erworben werden, die bei der Nutzung eines mobilen Internetzugangs mit einem Notebook oder Desktop-PC Verwendung finden. Neben volumenbegrenzten Tarifen offerieren viele Unternehmen mittlerweile auch vollwertige Flatrates, die zwar mit einem höheren monatlichen Basispreis verbunden sind, dafür jedoch keine Nutzungsbegrenzung vorschreiben.
Auf der anderen Seite werden sogenannte Datenoptionen angeboten, die primär bei der Verwendung mit einem UMTS-fähigen Mobiltelefon genutzt werden. Diese ermöglichen es dem Kunden – wie eingangs bereits umrissen – bequem mit seinem Handy auf das vollwertige Internet zuzugreifen.
Fazit: UMTS stellt heutzutage eine echte Alternative dar. Dank (weiterhin) sinkender Preise, hoher Verbindungsgeschwindigkeiten und den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten tritt die Technik in direkter Konkurrenz zu DSL. Wer sich dabei häufig mit seinem Notebook in den Weiten des Internets aufhalten will, sollte sich näher über einen vollwertigen Flatrate-Tarif informieren. Beachtet werden sollte dabei allerdings, dass Qualität ihren Preis hat. Wer hingegen lediglich von Zeit zu Zeit mit seinem Handy E-Mails abfragen oder aktuelle Nachrichten lesen möchte, dem genügt häufig eine Datenoption für das Mobiltelefon. Hier liegen die meisten Anbieter zudem auf einem ähnlichen Preisniveau.
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